Hier findest du ein praktisches Finanzlexikon, in dem die wichtigsten Begriffe rund ums Investieren definiert sind.

Die wichtigsten Begriffe aus der Finanzwelt sind hier einfach erklärt, um deine Investmententscheidungen zu erleichtern und auch „Bullshit-Bingo gleich zu durchschauen!

Dir fehlt ein Begriff? Dann melde dich gerne!

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A

Ad-hoc Meldung

Eine Ad-hoc-Meldung ist eine spezielle Art der Unternehmensmitteilung, die von börsennotierten Unternehmen veröffentlicht wird, um Investoren und die Öffentlichkeit wichtige Entwicklungen zu informieren, die sich auf den Wert des Unternehmens oder den Preis seiner Wertpapiere auswirken können.

Ad-hoc-Meldungen werden üblicherweise für folgende Ereignisse oder Informationen veröffentlicht:

  1. Geschäftliche Ereignisse wie Fusionen und Übernahmen, Verkauf oder Erwerb von Unternehmensanteilen, Abschluss großer Verträge, aber auch Insolvenz oder Liquidation usw.
  2. Finanzielle Informationen: Hierzu gehören Gewinn- oder Umsatzwarnungen, Änderungen der Prognosen für das laufende Geschäftsjahr, signifikante Veränderungen in der finanziellen Leistung des Unternehmens, Änderungen in der Dividendenpolitik sowie die Bekanntgabe von Kapitalerhöhungen oder -rückkäufen.
  3. Rechtliche oder regulatorische Angelegenheiten: Z.B. wenn das Unternehmen mit rechtlichen oder regulatorischen Herausforderungen konfrontiert ist, wie zum Beispiel Klagen, behördlichen Untersuchungen, Strafen oder behördlichen Auflagen.

Diese (rechtzeitige) Offenlegung solcher Informationen stellt sicher, dass alle Anleger*innen, auf der gleichen Informationsbasis Entscheidungen treffen und handeln können.

Abgeltungssteuer

Die Abgeltungssteuer ist eine Form der Kapitalertragsteuer. Sie wird auf Erträge aus Kapitalvermögen wie Dividenden, Zinsen und Kursgewinne bei Aktienverkäufen erhoben.

Eingeführt wurde sie 2009 gilt für natürliche Personen, die Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielen.

Wieviel?

Die Abgeltungssteuer beträgt aktuell 25% zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Der Gesamtsteuersatz kann auch nach dem individuellen Steuersatz variieren.

Freibetrag: Für Kapitalerträge gibt es einen jährlichen Freibetrag, der für Alleinstehende momentan EUR 1.000 und für Verheiratete EUR 2.000 pro Jahr beträgt. Kapitalerträge bis zu diesem Freibetrag sind steuerfrei – hierfür muss ein entsprechender Freistellungsauftrag von dir vorliegen.

Wie funktioniert es?

In der Regel führt deine depotführende Bank die Abgeltungssteuer automatisch ab. Du musst die also nicht darum kümmern, da die Steuer auf Kapitalerträge direkt von der Bank einbehalten und an das Finanzamt abgeführt wird.

Die depotführende Bank stellt eine jährliche Steuerbescheinigung aus, die als Nachweis für die abgeführte Abgeltungssteuer dient und bei der Steuererklärung angegeben werden kann.

Gibt es Ausnahmen?

Bestimmte Arten von Kapitalerträgen sind von der Abgeltungssteuer befreit, z.B. Gewinne aus dem Verkauf von selbstgenutztem Wohnraum, hier ist es ratsam, einen Steuerberater hinzuzuziehen.

Allwetter-Portfolio

Das Allwetter-Portfolio ist eine Anlagestrategie, die darauf abzielt, unabhängig von den Marktbedingungen eine stabile Rendite zu erzielen. Es wurde von Ray Dalio, dem Gründer von Bridgewater Associates, einem der größten Hedgefonds der Welt, entwickelt. Das Portfolio besteht aus verschiedenen Anlageklassen, die in unterschiedlichen Marktumfeldern gut abschneiden sollen.

Es basiert auf vier Hauptanlageklassen:

Aktien bilden ca. 30% des Portfolios für das langfristige Wachstumspotenzial. Enthalten sind dabei sowohl Aktien aus entwickelten Märkten als auch aus Schwellenländern.

Anleihen sind mit 40 % enthalten und sollen als Absicherung gegen Marktvolatilität dienen. Das Portfolio beinhaltet sowohl Staats- als auch Unternehmensanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten und Bonitätsbewertungen.

Rohstoffe sollen mit einem Anteil von 15% als Schutz gegen Inflation dienen. Investiert wird dabei in verschiedene Rohstoffe wie Gold, Öl oder Agrarprodukte.

Bargeld soll mit einem Anteil von ebenfalls 15 % als liquide Anlageklasse und Risikopuffer dienen.

Diese Aufteilung wird empfohlen, um das Portfolio in verschiedenen wirtschaftlichen Szenarien gut abschneiden zu lassen.

Vorteile:

  • Diversifikation: Durch die Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen wird das Portfolio vor übermäßigen Verlusten in einem bestimmten Marktumfeld geschützt.
  • Stabilität: Das Portfolio ist darauf ausgerichtet, eine stabile Rendite über einen längeren Zeitraum zu erzielen, unabhängig von den Marktbedingungen.
  • Inflationsschutz: Durch die Beimischung von Rohstoffen und gegen Inflation abgesicherte Anleihen bietet das Portfolio einen gewissen Schutz vor Inflation.

Nachteile:

  • Das Allwetter-Portfolio ist auf Stabilität ausgelegt, daher kann seine Rendite im Vergleich zu aggressiveren Anlagestrategien etwas geringer ausfallen.
  • Die Allokation des Portfolios sollte an die individuellen Ziele und Risikobereitschaften angepasst werden, was etwas mehr Erfahrung und/oder eine professionelle Beratung erfordert.

ADR (American Depositary Receipt)

American Depositary Receipts (ADRs) sind Hinterlegungsscheine, die von US-amerikanischen Banken ausgegeben werden. Diese erwirbt dafür die Originalaktien und die Investoren haben damit ein verbrieftes Eigentum an den jeweiligen Aktien. ADRs werden in den USA ausgegeben und an Börsen weltweit stellvertretend für die Originalaktie gehandelt. Normalerweise gewähren ADRs Anspruch auf Dividenden, jedoch geht damit in der Regel kein Stimmrecht einher. Die genaue Ausgestaltung kann jedoch variieren. Das europäische Äquivalent zu ADRs sind Global Depositary Receipts (GDRs).

ADR-Investitionen haben den Vorteil, dass sie den Zugang zu ausländischen Märkten und Unternehmen ermöglichen, ohne dass man ein Depot in dem jeweiligen Land eröffnen muss.

Anlagestrategie

Eine Anlagestrategie ist ein planmäßiger Investitionsansatz, mit dem emotionale Entscheidungen minimiert und durch eine langfristige Ausrichtung Gewinn und Rendite maximiert werden sollen.

Es gibt jede Menge verschiedene Anlagestrategien, z.B.

  • Buy-and-Hold: Bei dieser Strategie geht es darum, Wertpapiere langfristig zu halten. Das erfordert etwas Geduld und Disziplin aber langfristige Investitionen in solide Unternehmen und Anlageklassen haben bisher immer zu einer guten Rendite geführt 😊
  • Value: Hier geht es darum, unterbewertete Aktien zu identifizieren und zu kaufen. Investoren gehen davon aus, dass der Markt langfristig den wahren Wert dieser Unternehmen erkennen wird, was zu einer Wertsteigerung führt.
  • Growth: Bei dieser Strategie investieren Aktionär*innen in Unternehmen, die ein hohes Wachstumspotenzial haben. Das sind Unternehmen, die schnell expandieren, innovative Produkte entwickeln oder in aufstrebenden Branchen tätig sind. Growth-Investing basiert auf der Annahme, dass solche Unternehmen langfristig überdurchschnittliche Renditen erzielen werden.
  • Dividendenstrategie: Hier wird sich auf den Kauf von Aktien konzentriert, die regelmäßige Dividenden ausschütten. Die Unternehmen sollen stabile und wachsenden Dividendenzahlungen vorweisen, um ein passives Einkommen zu generieren.

Wie auch immer, eine gut durchdachte Anlagestrategie ist entscheidend, um langfristig beim Investieren erfolgreich zu sein und das Risiko zu steuern. Du solltest deine Ziele, Präferenzen und auch Risikobereitschaft prüfen, um die beste Anlagestrategie für dich zu finden.

Anleihe

Anleihen sind Schuldverschreibungen, die von Unternehmen, Regierungen und anderen Organisationen ausgegeben werden, um Kapital aufzunehmen. Im Grunde genommen leihen Anleihenkäufer dem Emittenten (also dem Aussteller der Anleihe) Geld und erhalten im Gegenzug regelmäßige Zinszahlungen sowie das Rückzahlungsversprechen des investierten Kapitals zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft.

Im Vergleich zu Aktien gelten Anleihen als sicherere Anlageform: Die Rückzahlung des investierten Kapitals und die regelmäßigen Zinszahlungen sind vertraglich festgelegt, was ein gewisses Maß an Sicherheit bietet. Außerdem sie gut geeignet, um dein Portfolio zu diversifizieren und das Risiko zu streuen.

Arten von Anleihen sind z.B.:

Unternehmensanleihen werden von Unternehmen ausgegeben, um Kapital für ihre Geschäftstätigkeit aufzunehmen. Hier gibt es in Regel höhere Zinssätze als bei Staatsanleihen, das Ausfallrisiko ist aber auch etwas höher.

Staatsanleihen werden von Regierungen ausgegeben, um Kapital für öffentliche Projekte und staatliche Ausgaben zu beschaffen. Staatsanleihen gelten als sicherer, bieten aber tendenziell ehere niedrigere Zinssätze als Unternehmensanleihen.

Asset Allocation

Die Verteilung von Vermögenswerten innerhalb eines Anlageportfolios wird auch Asset Allocation genannt. Das heißt, auf welche verschiedenen Anlageklassen, wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Immobilien ist das investierte Kapital aufgeteilt.

Die Asset Allocation spielt eine große Rolle, da durch die Verteilung des Kapitals auf die verschiedenen Anlageklassen das Risiko reduziert und die Chancen auf Rendite maximiert werden können.

Ausgabeaufschlag

Der Ausgabeaufschlag, auch bekannt als Agio, ist eine Gebühr, die beim Kauf von (aktiv gemanagten) Investmentfonds erhoben wird.

Er wird in der Regel als Prozentsatz des investierten Betrags angegeben. Zum Beispiel bedeutet ein Ausgabeaufschlag von 5%, dass Anleger*innen bei einem Kauf von 1.000 Euro einen Betrag von 50 Euro als Gebühr zahlen müssen. Der verbleibende Betrag von 950 Euro wird tatsächlich in den Fonds investiert.

Er dient hauptsächlich zur Deckung von Vertriebskosten und mindert damit die Rendite. Daher ist es ratsam, auch alternative Optionen wie Fondssparpläne oder ETFs in Betracht zu ziehen, um Kosten zu reduzieren.

Altersarmut

Altersarmut beschreibt die Situation, in der Menschen im Rentenalter nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie sind auf staatliche Unterstützung und soziale Sicherungsleistungen angewiesen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. Altersarmut kann zu erheblicher finanzieller Unsicherheit, sozialer Isolation und einer geringeren Lebensqualität führen.

Besondern Frauen sind oft von Altersarmut betroffen. Gründe dafür können sein:

  • Unterbrochene Erwerbsbiografien: Viele Frauen haben aufgrund von Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen Unterbrechungen in ihrer Erwerbskarriere. Das führt zu geringeren Einkommen, weniger Rentenansprüchen und damit niedrigeren Rentenansprüchen im Alter.
  • Niedrigere Löhne und Einkommensunterschiede: Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch weniger als Männer für ähnliche Arbeit. Und das wiederum führt dazu, dass Frauen niedrigere Rentenansprüche und ein höheres Risiko für Altersarmut haben.
  • Teilzeitarbeit und prekäre Beschäftigung: Viele Frauen sind in Teilzeitbeschäftigung oder in prekären Arbeitsverhältnissen tätig, die oft geringere Löhne und eingeschränkten Zugang zu betrieblichen Altersvorsorgeprogrammen bieten.
  • Höhere Lebenserwartung: Da Frauen statistisch eine höhere Lebenserwartung als Männer haben, müssen sie auch über einen längeren Zeitraum finanziell abgesichert sein. Zudem tragen Frauen häufig die Hauptlast der Pflege von Familienangehörigen, was zusätzliche Kosten und Belastungen mit sich bringen kann.

Lösungsansätze hierfür können sein, die finanzielle Bildung für Frauen zu stärken, Lohngleichheit, , stärkerer Förderung der Altersvorsorge und Anerkennung von Care-Arbeit. Das ist also noch ein weiter Weg…

Aktie

Eine Aktie ist ein Anteil an einem börsennotierten Unternehmen. Jeder Aktieninhaber wird dadurch zu einem Miteigentümer des Unternehmens und hat entsprechende Rechte und Ansprüche.

Es gibt verschiedene Arten von Aktien:

  • Stammaktie: Inhaber von Stammaktien haben in der Regel Stimmrecht auf Hauptversammlungen und erhalten Dividenden, die nach der Gewinnverteilung der Gesellschaft festgelegt werden.
  • Vorzugsaktien: Vorzugsaktien ihren Inhabern oft bestimmte Vorzüge, wie etwa bevorzugte Dividendenzahlungen oder Priorität bei der Auszahlung im Falle einer Liquidation. Vorzugsaktionäre haben jedoch oft kein Stimmrecht oder nur eingeschränktes Stimmrecht.
  • Namensaktien: Namensaktien sind auf den Namen des Aktionärs registriert, was bedeutet, dass die Gesellschaft den Aktionär namentlich kennt.
  • vinkulierte Namensaktie: Vinkulierte Namensaktien sind eine spezielle Form von Namensaktien, bei denen die Übertragung der Aktien an Dritte eingeschränkt ist. Die Zustimmung der Gesellschaft oder anderer Aktionäre kann erforderlich sein, bevor solche Aktien verkauft oder übertragen werden können.

Sie können auch miteinander kombiniert werden, z.B. kann das das Wertpapier gleichzeitig Vorzugs- mit Namensaktie sein.

Ausschüttung

Ausschüttungen sind regelmäßigen Zahlungen, die Anleger*innen von bestimmten Wertpapieren erhalten. Die Zahlungen können in Form von Dividenden, Zinsen oder Kapitalgewinnen erfolgen. Sie sind eine zusätzliche Einnahmequelle, die für passives Einkommen gerne genutzt wird.

Die gängigste Form von Ausschüttungen sind Dividenden. Hier schütten Unternehmen einen Teil ihres Gewinns an ihre Anteilseigner aus. Dividenden können quartalsweise, halbjährlich oder jährlich gezahlt werden und sind ein Anreiz zu investieren und am Unternehmenserfolg teilzuhaben. Aber: Dividenden sind nicht garantiert und können auch gekürzt oder mal ganz ausgesetzt werden.

Zinszahlungen bei Anleihen sind ebenfalls ein Mittel der Ausschüttung. Hier zahlt der der Emittent der Anleihe regelmäßig Zinsen an die Anteilseigner*innen, bis die Anleihe fällig wird.

Auch Investmentfonds schütten in Form von Kapitalgewinnen oder Zinserträgen aus. Beim Kauf eines ETF kannst du hier auf den Zusatz „dist“ für „distributing“, d.h. ausschüttend achten.

Es sollte auch beachtet werden, dass Ausschüttungen steuerpflichtig sind. In Deutschland fallen hierauf die 25% Abgeltungssteuer, plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an.

Aktien-Attraction

D er unkontrollierbare Drang, Aktien zu kaufen, nur weil alle anderen es tun. Kann zu plötzlichen Adrenalinschüben und leeren Portemonnaies führen. 😉

B

Baisse

Eine Baisse bezeichnet einen langfristigen und signifikanten Rückgang der Kurse an einem Finanzmarkt oder in einem bestimmten Sektor. Sie wird auch als „Abwärtstrend“ oder „Bärenmarkt“ bezeichnet. In einer Baissephase sinken die Preise von Wertpapieren kontinuierlich, was zu einer pessimistischen Stimmung unter den Anlegern führen kann.

Die Ursachen einer Baisse sind verschieden, wie z.B. schwache wirtschaftliche Entwicklung oder gar eine Rezession, politische Unsicherheit oder Zinserhöhungen.

Wichtig ist dann ein langfristiger Anlagehorizont, denn historisch gesehen haben sich Märkte immer wieder erholt. Und es ist auch eine gute Gelegenheit, Chancen zu nutzen: Unternehmen mit starken Fundamentaldaten werden oft zu attraktiven Preisen gehandelt..

Berechtigungsaktie

Berechtigungsaktien sind Aktien, die bestehenden Aktionär*innen das Recht geben, weitere Aktien eines Unternehmens zu einem bestimmten Preis und innerhalb eines festgelegten Zeitraums zu erwerben. Meist geschieht dies im Rahmen einer Kapitalerhöhung, um frisches Kapital für das Unternehmen zu beschaffen.

Kurzes Beispiel dazu:

Die Capital AG plant zu expandieren und entscheidet für eine Kapitalerhöhung durch Berechtigungsaktien. Den Aktionär*innen wird angeboten, über einen Zeitraum von 60 Tagen die Aktie zu einem Bezugspreis von 30 Euro pro Stück zu erwerben. Danach gilt wieder der reguläre Marktpreis.

Bilanz

Die Bilanz ist eine Übersicht, die die finanzielle Position eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellt. Sie gibt Auskunft über die Vermögenswerte, Schulden und Eigenkapital des Unternehmens. Die Bilanz ist ein wichtiger Bestandteil des Jahresabschlusses eines Unternehmens und dient zur Analyse der finanziellen Situation und Leistung.

Eine Bilanz ist in der Regel in zwei Hauptkategorien unterteilt: Aktiva und Passiva:

Die Aktiva (Vermögenswerte) umfassen alle Ressourcen und Rechte, die das Unternehmen besitzt, wie z.B.

  • Umlaufvermögen wie Barmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräte und kurzfristige Investitionen.
  • Anlagevermögen wie Immobilien, Maschinen und Ausrüstungen.
  • Immaterielle Vermögenswerte wie geistiges Eigentum, Markenrechte und Patente.

Die Passiva zeigen die finanziellen Verpflichtungen des Unternehmens an. Hierzu gehören:

  • Kurzfristige Verbindlichkeiten wie Lieferantenkredite, kurzfristige Darlehen und offene Rechnungen.
  • Langfristige Verbindlichkeiten wie langfristige Kredite, Anleihen und Hypotheken.
  • Eigenkapital – was durch den Wert der Vermögenswerte abzüglich der Verbindlichkeiten bestimmt wird.

Die Bilanz ist ein unverzichtbares Instrument, um die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens zu bewerten. Um das tun zu können, ist es hilfreich, die Grundlagen der Bilanzanalyse zu verstehen. Ein gutes Buch dazu ist „Unternehmensbewertung und Kennzahlenanalyse“ von N. Schmidlin. Hier wird das etwas trockene Thema verständlich nähergebracht.

Blue Chips

Als „Blue Chips“ werden Aktien von etablierten und großen Unternehmen bezeichnet. Sie gelten oft als führend in ihrer Branche und haben sich in verschiedenen Marktphasen bewährt und sind oft widerstandsfähig gegenüber wirtschaftlichen Abschwüngen.

Für Aktionär*innen bieten Blue Chips eine starke Wettbewerbsposition und können von ihrer etablierten Marke profitieren. Sie bieten Stabilität in unsicheren Zeiten und können eine solide Basis für ein diversifiziertes Portfolio bilden. Viele Blue Chips zahlen auch regelmäßige Dividenden.

Also auch wenn sie nicht das explosive Wachstum von Start-ups oder Growth Aktien bieten, haben sie trotzdem Potenzial für langfristiges, stabiles Wachstum.

Beispiele für Blue Chips sind Microsoft, Coca-Cola oder Johnson & Johnson

Börse

Die Börse ist ein organisierter Marktplatz, an dem Wertpapiere wie Aktien, Anleihen und Derivate gehandelt werden. Es ist ein Ort, an dem Käufer und Verkäufer aufeinandertreffen, um ihre Finanzprodukte zu kaufen und zu verkaufen.

Die Börse hat eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Ursprünglich begann der Handel mit Waren und Gütern auf Märkten, auf denen Händler ihre Produkte austauschten. Mit dem Aufkommen von Handelsgesellschaften und dem Bedarf nach Kapitalbeschaffung entstanden erste Vorläufer der Börse. Im Laufe der Zeit entwickelten sich formale Börsenplätze mit festgelegten Regeln und Strukturen.

Heute ist es hauptsächlich als liquide und transparente Plattform für den Handel von Wertpapieren. Andere wichtige Funktionen sind

  • Preisbildung: Durch Angebot und Nachfrage wird der Preis für die Wertpapiere bestimmt und damit der Kurs festgelegt, der die Markteinschätzung und das Vertrauen der Anleger*innen widerspiegelt.
  • Kapitalbeschaffung: Unternehmen nutzen die Börse, um bei einem Börsengang Kapital von Aktionär*innen zu beschaffen.
  • Marktinformationen: Die Börse liefert wichtige Informationen über Unternehmen, ihre finanzielle Performance und zukünftige Aussichten.

Briefkurs

Der Briefkurs, auch als Ask-Preis bezeichnet, ist der Preis, zu dem ein Verkäufer bereit ist, seine Wertpapiere zu verkaufen. Es ist der Preis, den ein potenzieller Käufer zahlen muss, um die Wertpapiere sofort zu erwerben. Der Briefkurs wird an der Börse angezeigt und kann sich im Laufe des Handelstages ändern.

Der Briefkurs setzt sich aus verschiedenen Faktoren wie Angebot und Nachfrage, aktuellen Markttrends, Unternehmensnachrichten und anderen Einflüssen zusammen.

  • Siehe Geldkurs

Broker

Ein Broker ist ein Unternehmen oder eine Person, die als Vermittler zwischen Investor*innen und dem Wertpapiermarkt fungiert. Er stellt die Plattform bereit, über die Investor*innen ihre Transaktionen abwickeln können damit und direkten Zugang zum Markt haben.

Die Funktionen eines Brokers sind:

Handelsausführung: Hier können Kauf- und Verkaufsaufträge abgegeben und die Order an der Börse ausgeführt werden, d.h. der Kauf und Verkauf von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen, ETFs usw.

Depotverwaltung: Indem die Wertpapiere im Depot sicher aufbewahrt werden.

Recherche: Viele Broker stellen ihren Kunden jede Menge Informationen und Analysen zur Verfügung, um ihnen bei der Bewertung von Wertpapieren und der Entwicklung von Anlagestrategien zu helfen.

Burggraben

Als Burggraben (oder „Moat“) wird die Wettbewerbsposition eines Unternehmens beschrieben, die die es schwierig für andere Unternehmen macht, in den gleichen Markt einzutreten und Marktanteile zu gewinnen.

Unternehmen mit einem starken Burggraben sind schwierig zu überholen oder zu verdrängen, was zu einer nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit führt.

Das Unternehmen kann seine Preise kontrollieren, Kundenbindung aufbauen und eine solide Nachfrage für seine Produkte oder Dienstleistungen aufrechterhalten.

Außerdem sind Unternehmen mit einem starken Burggraben weniger anfällig für Konjunkturschwankungen und können auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten stabil bleiben.

Arten von Burggräben sind z.B.

  • Markenwert:Eine starke und bekannte Marke wie z.B. Coca-Cola
  • Geistiges Eigentum:Unternehmen wie z.B. IBM, die über wichtige Patente verfügen, können ihre Produkte oder Technologien vor Nachahmung schützen und Wettbewerbern den Markteintritt erschweren.
  • Netzwerkeffekte:Auch Firmen wie MasterCard oder Visa haben einen Burggraben. Je mehr Nutzer oder Kunden das Unternehmen hat, desto wertvoller wird das Produkt oder die Dienstleistung und neue Konkurrenten haben Schwierigkeiten, die Benutzerbasis zu überholen.

Buy and Hold

Buy and Hold ist eine langfristige Anlagestrategie, bei der Anleger*innen Wertpapiere kaufen und diese über einen längeren Zeitraum halten. Dabei wird nicht versucht, kurzfristige Marktfluktuationen auszunutzen, sondern es wird auf langfristige Wertsteigerungen gesetzt. Das Ziel besteht darin, qualitativ hochwertige Unternehmen oder Fondsanteile zu erwerben und von ihrem langfristigen Wachstumspotenzial zu profitieren.

Die Vorteile sind ganz klar:

  • Man kann von den Unternehmensgewinnen, Dividenden und Kurssteigerungen im Laufe der Zeit profitieren,
  • Da keine häufigen Käufe und Verkäufe stattfinden, fallen weniger Transaktionskosten an,
  • Buy and Hold-Strategie reduziert Stress, der mit dem ständigen Handel und der Überwachung des Marktes verbunden ist. 😊

Börsen-Burnout

Zustand, der eintritt, wenn man zu viele Stunden damit verbracht hat, auf Aktienkurse zu starren, ohne eine einzige Aktie zu kaufen oder zu verkaufen. Symptome: Augenringe und völlige Desorientierung. 😉

C

Cashflow

Cashflow ist eine Unternehmenskennzahl, die den Zufluss und Abfluss von Barmitteln in einem Unternehmen oder einer Investition misst. Sie gibt Auskunft über die tatsächlich verfügbaren Geldmittel und zeigt, wie gut ein Unternehmen in der Lage ist, Gewinne zu generieren und Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Der Cashflow wird in der Regel über einen bestimmten Zeitraum ausgewertet, zum Beispiel quartalsweise oder jährlich.

Zur Bewertung der finanziellen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens nimmt man z.B.:

Operating Cash Flow (OCF) zeigt den Nettozufluss oder -abfluss von Geldern aus den betrieblichen Aktivitäten des Unternehmens. Ein positiver OCF ist ein gutes Zeichen für eine solide finanzielle Leistungsfähigkeit.

Free Cash Flow (FCF) misst den verfügbaren Cashflow, nachdem alle betrieblichen Ausgaben und Investitionen abgezogen wurden. Ein positiver FCF bedeutet, dass das Unternehmen Geld zur Verfügung hat, um Schulden zu begleichen, Dividenden zu zahlen oder in neue Projekte zu investieren.

CFDs

CFDs (Contracts for Difference) sind Derivate, die es Investor*innen ermöglichen, auf Preisbewegungen von Finanzinstrumenten wie Aktien, Indizes, Rohstoffen und Währungen zu spekulieren, ohne den zugrunde liegenden Vermögenswert physisch zu besitzen. Mit einem CFD erwirbt man das Recht, an der Differenz zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs des Finanzinstruments teilzuhaben.

Beim Handel mit CFDs gibt es zwei Möglichkeiten:

Long-Position: Hier wird auf einen steigenden Preis des zugrunde liegenden Vermögenswerts spekuliert.

Short-Position wird auf fallende Preise gesetzt, d.h. der CFD zu einem bestimmten Kurs verkauft und später zu einem niedrigeren Kurs zurückgekauft, um die Differenz als Gewinn zu erzielen.

CFDs können mit Hebel gehandelt werden, d.h. Investor*innen können eine größere Position einnehmen, als sie tatsächlich investieren. Dadurch können potenzielle Gewinne erhöht werden – allerdings auch die Verluste, die über das investierte Kapital hinaus gehen können. Dann kommt es zum sog. Margin Call.

Mit CFDs kann man in alle möglichen Asset Klassen wie Aktien, Indizes, Rohstoffen und Währungen investieren und so seine Strategie vielfältig gestalten.

Und gut zu wissen: Beim Handel mit CFDs agiert der Broker oder Market Maker als Gegenpartei. Investor*innen tragen das Risiko, dass der Broker zahlungsunfähig wird oder die Ausführung der Trades nicht ordnungsgemäß erfolgt.

Sehr gute Story dazu gibt’s hier ab Minute 35: https://www.youtube.com/watch?v=2WnUNkgXmXE

Chartanalyse

Die Chartanalyse, auch als Technische Analyse bezeichnet, ist eine Methode zur Bewertung von Finanzmärkten und -instrumenten, die sich auf historische Preis- und Volumendaten stützt. Dabei werden Charts, also Diagramme, verwendet, um diese Daten visuell darzustellen. Damit sollen Trends, Muster und Wendepunkte identifiziert werden, die auf zukünftige Preisbewegungen hindeuten könnten.

Ein zentrales Konzept dabei sind Trends und Trendlinien. Trends können aufwärts (Bullenmarkt), abwärts (Bärenmarkt) oder seitwärts sein. Trendlinien werden verwendet, um die Richtung und Stärke eines Trends zu bestimmen.

Durch Berücksichtigung von unterstützende (Aktie wird nicht weiter fallen) und widerstandsfähige (Aktie wird nicht weiter steigen) Preisniveaus sollen günstige Ein- und Ausstiegspunkte für Investitionen gefunden werden.

 

 

Es ist eine Methode, die auf Wahrscheinlichkeiten und historischen Mustern basiert. Bei unvorhersehbare Ereignisse oder Marktmanipulation kann es auch zu unerwarteten Preisbewegungen kommen. Vor einer Investmententscheidung sollten auch andere Faktoren wie Fundamentaldaten und Marktbedingungen berücksichtigt werden.

Core-Satellite-Strategie

Die Core-Satellite-Strategie ist eine Anlagestrategie, bei der das Portfolio in zwei Hauptkomponenten aufgeteilt wird: den Core-Bestandteil und den Satellite-Bestandteil.

Der größere Core-Bestandteil zielt darauf ab, langfristiges Kapitalwachstum zu erzielen, das Risiko zu minimieren und potenzielle Volatilität auszugleichen. Als Basis dienen hier ETFs oder Investmentfonds.

Der Satellite-Bestandteil ergänzt den Core-Bestandteil mit einem geringeren prozentualen Anteil und konzentriert sich auf Einzelinvestitionen mit höherem Renditepotenzial. Diese können einzelne Aktien, Branchenfonds, Anlagen in aufstrebenden Märkten oder spezialisierte Investmentfonds sein.

Das ermöglicht Investor*innen von der Stabilität und Diversifikation im Core-Bestandteil zu profitieren, während sie gleichzeitig gezielte Chancen im Satellite-Bestandteil nutzen

Cost-Average-Effekt

Der Cost-Average-Effekt bezieht sich auf die Praxis des regelmäßigen Kaufs von Wertpapieren zu festgelegten Zeitintervallen, unabhängig von den aktuellen Marktpreisen. Dabei wird, z.B. über einen Sparplan, eine feste Geldsumme in die Anlage investiert, sodass bei niedrigeren Preisen mehr Einheiten gekauft werden und bei höheren Preisen entsprechend weniger. Durch diese Vorgehensweise wird immer der durchschnittliche Kaufpreis erzielt. Der Einfluss kurzfristiger Marktschwankungen reduziert und langfristige Renditen können besser erzielt werden.

Courtage

Als Courtage bezeichnet man die Gebühr, die Anleger*innen an einen Broker oder eine Bank zahlen, wenn sie Transaktionen durchführen. Sie wird für den Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten als Vergütung für den Makler oder die Bank, die die Transaktionen im Auftrag der Anleger*innen abwickelt.

Commodities

Als Commodities werden an der Börse Rohstoffe wie Energieprodukte (Öl, Gas), Metalle (Gold, Silber), landwirtschaftliche Produkte (Weizen, Mais) bezeichnet. Handeln kann man damit z.B. über Rohstoff-ETFs oder Commodity-Futures.

Cash-Crash

Der plötzliche und unerwartete Zustand, wenn das Konto leer ist und man dringend Bargeld benötigt. 🤯

D

DAX

Der DAX, kurz für Deutscher Aktienindex, wurde im Jahr 1988 eingeführt und ist der bekannteste deutsche Aktienindex. Er wird von der Deutschen Börse in Frankfurt berechnet und bildet die Wertentwicklung der 40 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse ab.

Er dient als wichtiger Indikator für die deutsche Wirtschaft und als Benchmark für den deutschen Aktienmarkt.

Der DAX ist ein sogenannter Performance-Index, der neben den Kursgewinnen der enthaltenen Aktien auch Dividendenzahlungen berücksichtigt.

Daytrading

Daytrading ist eine Handelsstrategie, bei der Anleger*innen Positionen in verschiedenen Wertpapieren eröffnen und schließen, meist innerhalb eines einzigen Handelstages. Das Ziel ist es, von kleinen Kursbewegungen zu profitieren, indem man Wertpapiere zu einem niedrigeren Preis kauft und zu einem höheren Preis verkauft oder umgekehrt.

In der Regel werden dafür technische Analysetools wie Charts, Indikatoren und andere technische Instrumente verwendet.

Daytrading erfordert viel Zeit und Aufmerksamkeit, da ständig die Märkte überwacht und schnell auf Handelsmöglichkeiten reagiert werden muss.

Dead Cat Bounce

Dead Cat Bounce beschreibt eine vorübergehende Erholung oder ein kurzfristiges Aufwärtsmomentum, nachdem ein Wertpapier oder ein Markt stark gefallen ist.

Der Begriff stammt aus dem englischen Sprichwort „Even a dead cat will bounce if it falls from a great height“.

Die Kursgewinne können einige Tage oder Wochen andauern, sind aber in der Regel nicht von langer Dauer, da es auch keinen nachvollziehbaren Grund für die Erholung gibt.

Ein Dead Cat Bounce kann eine Gelegenheit sein, Verluste zu begrenzen und Positionen zu reduzieren, denn in der Regel folgt ein erneuter Rückgang des Kurses.

Am Kurs der Wirecard-Aktie kann man beispielsweise schön den Dead Cat Bounce sehen, bevor sie endgültig in die Knie ging.

Derivate

Ein Derivat ist ein Finanzinstrument, dessen Wert von einem ihm zugrunde liegenden Basiswert abgeleitet wird.

Dieser Basiswert kann ein physisches Gut wie Rohstoffe oder Edelmetalle, eine finanzielle Größe wie Aktienkurse oder Zinssätze, ein Index oder sogar ein anderes Derivat sein.

Derivate werden als Verträge zwischen zwei Parteien gehandelt, wobei der Wert des Derivats durch Veränderungen im Wert des Basiswerts beeinflusst wird.

Beispiele von Derivaten sind: 

Optionen: Optionen geben dem Inhaber das Recht, aber nicht die Pflicht, einen bestimmten Vermögenswert zu einem festgelegten Preis (dem Ausübungspreis) bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Es gibt Call-Optionen, die das Recht zum Kauf gewähren, und Put-Optionen, die das Recht zum Verkauf gewähren.

Futures: Futures sind standardisierte Verträge, bei denen sich die Parteien verpflichten, einen bestimmten Vermögenswert zu einem zukünftigen Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Futures werden oft für Rohstoffe wie Öl, Gold oder Agrarprodukte verwendet.

Swaps: Swaps sind Vereinbarungen, bei denen zwei Parteien sich auf den Austausch von Zahlungsströmen basierend auf einem zugrunde liegenden Vermögenswert oder Zinssatz einigen. Zinsswaps und Währungsswaps sind zwei häufig verwendete Arten von Swaps.

Discounted Cashflow Methode (DCF)

Die Discounted Cashflow Methode (oder DCF) ist ein Bewertungsansatz, der den zukünftigen Cashflow eines Unternehmens berücksichtigt und diesen auf den heutigen Wert diskontiert. Sie basiert auf der Annahme, dass der Wert eines Unternehmens vom erwarteten zukünftigen Cashflow abhängt.

Bei der DCF-Methode wird die Prognose der zukünftigen Cashflows, die Bestimmung des passenden Diskontierungssatzes und die Abzinsung der zukünftigen Cashflows auf den aktuellen Wert berücksichtigt. Das Ergebnis ist der Net Present Value (NPV), der den Wert des Unternehmens darstellt.

Dividende

Eine Dividende ist ein Teil des Gewinns, den ein Unternehmen an seine Aktionär*innen ausschüttet. Die Summe wird pro Aktie gezahlt. Unternehmen schütten Dividenden in der Regel regelmäßig aus, entweder quartalsweise, halbjährlich oder jährlich. Die Höhe der Dividende wird vom Vorstand des Unternehmens festgelegt und kann von Jahr zu Jahr variieren.

Unternehmen schütten Dividenden aus, um ihren Anteilseignern einen Teil der erzielten Gewinne zukommen zu lassen, um sie am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu beteiligen. Die Ausschüttung von Dividenden kann auch dazu dienen, das Vertrauen der Investoren zu stärken und die Attraktivität der Aktie zu erhöhen.

Für Aktionäre können Dividenden sehr wichtig sein, da sie die Möglichkeit bieten, passives Einkommen zu generieren. Viele Aktionär*innen nutzen die Dividendentitel als Teil ihrer Anlagestrategie. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf dem Kurswachstum der Aktie, sondern auch auf dem Einkommen aus den Dividenden.

Dividendenrendite

Die Dividendenrendite gibt an, wie viel Dividenden eine Aktie im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs ausschüttet. Sie ermöglicht es Aktionär/innen, das Verhältnis zwischen den erhaltenen Dividenden und dem investierten Kapital zu bewerten. Die Dividendenrendite wird oft als Maßstab für die Rentabilität einer Dividendeninvestition verwendet.

Berechnung der Dividendenrendite

Die Dividendenrendite wird wie folgt berechnet:

Dividendenrendite = (Jährliche Dividende pro Aktie / Aktienkurs) * 100

Die jährliche Dividende pro Aktie ist der Betrag, den das Unternehmen pro Aktie über das Jahr hinweg an Dividenden ausschüttet. Der Aktienkurs ist der aktuelle Marktpreis der Aktie. Durch Multiplikation mit 100 wird die Dividendenrendite in Prozent ausgedrückt.

Warum ist die Dividendenrendite wichtig?

Einkommensgenerierung

Vergleichbarkeit mit anderen Aktien

Stabilität und Vertrauen

 

Drawdown

Ein Drawdown beschreibt den prozentualen Rückgang vom Höchststand zum Tiefststand des Investments. Anders ausgedrückt, ist es der Verlust, den ein Anlagebetrag während eines bestimmten Zeitraums erlitten hat, bevor er sich wieder erholt hat.

More to come soon … 🤓